462 Seele.
„ würde nicht dieses im ewigen Werkmeister der Welt ein Uw,, vermögen, und einen Kunstgriff anzeigen, der für ihn um„ anständig wäre ? Soll er dann nicht fähig gewesen seyn,„ bewegliche Maschinen zu machen, welche die Bewegung„ und den Gedanken in sich selbsten hätten „ ?
Der weise.
Nur Ihnen, ihr neuen Herren Philosophen! mag eszustehen, diese unvergleichlichen Ausdrücke zu erfinden ;'vonGotte zu sagen, daß er ein Werkmeister von aller Ewigkeitsey; und bewegliche Maschinen auszudenken, dessen Trieb«räder den Gedanken erzeugen sollten. Wir greifen es ganzanders an, als Sie. Wir befleißen uns, lauter vernünfti,ge Sachen zu sagen; wir vermeiden, was dem gesunde»Verstände anstößig ist; wir hielten es für eine tolle Narr,heit zu sagen, daß der Gedanken, welcher nothwendig dieModifikation einer verständlichen Substanz ist, der Materiegegeben werden könne, wie man den Glanz einem Marmel,oder die Weiße einer Mauer giebt. Wir heißen es nichtUnvermögen in Gotte, was einen augenscheinlichen Wider,spruch auswelst, wie eine denkende Materie, eine denkendebewegliche Maschine, Widersprüche wären.
Der neue Philosoph.
„ Wenn Sie dann unserm Leibe durchaus eine Seele ge,„ ben wollen, so sagen Sie uns, woher diese Seele kommen„ sollte, und wann sie kommen sollte. Müßte wohl der„ Schöpfer des Weltalls ohn Unterlaß auf die Paarung
„ der Männer und Weiber lauren,-und dann ge,
„ schwind eine Seele in den Samen gießen? Und wenn der„ Samen abstirbt, was wird aus dieser Seele werde» ?,, Sie ist also vergebens erschaffen worden, oder sie muß
„ auf