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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
458
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4^8 Seele,

aber durchaus unbekannten Verrichtung des Gedankens, ei- Ine Vergleichung Statt?

Man vernehme nun Ungereimtheiten einer neuen Artvon eben diesem Gegenstände: sie sind aus dem dritten Ge-spräche des chinesischen Katechismus gezogen. Dieser Kate,chismus ist gesprächweise eingerichtet, worinnen zwo Personenanftreten: Einer ist ein junger Tollkopf, ohngefähr wie diejungen Zöglinge der neuartigen Philosophen sind; der andereist ein Schüler des Confucius, der den Weisen vertritt, aberdabey wie ein Thor redet. Wir wollen diese Einwürfe vor,tragen, nicht so sehr, um im Ernste darauf zu antworten,als um das Lächerliche davon sichtbar zu machen. NachdemBeyspiele des Gegners wollen wir gesprächweise darein ge-hen , wobey ein neuer Philosoph, und ein Weiser, der dieVernunft und die Religion in Ehren hält, auftreten werden.

Der neue Philosoph.

Die Seele ist nichts anders, als ein Wort, das man ersonnen har, um das Triebwerk unsere Lebens schwach und dunkel auszudrücken. Wir haben Leidenschaften, Gedächrniß, Vernunft; aber die Leidenschaften, dasGe-,, dächtniß, die Vernunft sind ganz gewiß keine sonderbaren Dinge; sie sind keine Wesen, die in uns bestehen; sie sind keine kleinen Personen, die ein sonderbares Daseyn haben: sie sind generische Worte, die man erfunden hat,,, um unsre Begriffe zu bestimmen. Die Seele, welche unser Gedächmiß, unsre Vernunft, unsre Leidenschaften bedeutet, ist also sechsten nichts, als ein Wort. Was machet die Bewegung in der Natur ? Gott. Was gicbt allen Pflanzen das Wachsrhum? Gott. Was machet

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