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2 (1777) M - Z
Entstehung
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457
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Seele. 457

Ermahnungen hat er uns zugleich die Mittel dazu an dieHand gegeben.

VI.

Wir halten uns bey einer Menge ungereimter Sprüchenicht auf, die man noch in diesem Artikel anlrifft, und diezu nichts taugen, als diesen neuen Lehrer der Philosophiemit wohlverdientem Hohne zu beladen. Die Zeit wäre ver»loren, wenn man sie widerlegen wollte: man könnte keinenUnterricht daraus ziehen. Wir genügen uns also zu bemer-ken , daß es ein ungereimter Spruch ist, den er thut, woer saget: Es wäre eine schöne Sache, wenn man seineSeele sehen könnte. Ist es nicht eben so viel, als wennman sagere: Es wäre eine schöne Sache, wenn man sehenkönnte, was unsichtbar ist.

Es ist ein ungereimter Spruch, wo es heißt: Lernedich selbst kennen, ist ein vortreffliches Geboth ; aber nurallein Gotte kömmt es zu, es in die Uebung zu bringen.Gott svll Gebothe, und menschliche Geboche, in die Uebüngbringen! Wie ist dieß gedacht und gesprochen?

Es ist ein ungereimter Spruch, wo es heißt: wenneine Tulpe reden könnte, und zu dir sagete: Mein Wachs-thum und ich, sind zwey Wesen, die augenscheinlich zu-sammen vereiniget sind; würdest du nicht über deineTulpe lachen? O Philosoph! wenn deine Tulpe dich verste-hen könnte, würde sie nicht über dsine Reden recht lachen?

Es ist ein ungereimter Spruch, wo heißt: Du weißtgewiß, daß du mit deinen Füßen gehst, mit deinemMagen bauest, mit deinem Ropft denkest. Denn hatzwischen der mechanischen und ganz materialischenVerrichtungdes Gehens und der Danung, und zwischen der geistigen,

Kf; aber