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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
452
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4s» Seele,

zogen wird, erprobet durchaus nichts, weil man einerseitsbeweist, daß dieses Wachschum sehr cheilbar sey; und amderseitS, daß wir den Naturtrieb des Hundes lediglich nichtkennen. Ey! die schöne Act zu beweisen, wo man sich aufzween Säße gründet, von denen einer augenscheinlich alsfalsch erwiesen ist, und der andere durchaus nicht erkläretwerden kann ! die schöne Art, eine Sache zu bestreiten, wes,che wir alle durch die Vernunft und das innere Gefühl er»kennen!

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Es ist recht sonderbar, - in den Gesetzen des VolksGottes von der Geistigkeit und Unsterblichkeit der Seele,weder Ln den zehn Gebothen, noch im Levitikus, nochin allen fünf Büchern Moses, ein Wort gesagt wird,wenn Moses den Lehrsatz von der Unsterblichkeit derSeele vorgetragen hätte, so würde nicht eine große Schu,le der Juden immer dawider gestritten haben; diese großeSchule der Sadducäer wäre nicht im Staate gurgeheißenworden; die Sadducäer hätten nicht die vornehmsten

Stellen bekleidet ; man hätte nicht hohe Priester §us ih»rem Mittel angenommen. Ohne denjenigen, derallein alle Menschen unterrichten mußte, hätten wir nie,mals etwas von unsrer Seele erkennen mögen: denn diePhilosophen haben niemals einen bestimmten Begriff da-von gehabt, und Moses, der einzige wahre Gesetzgeberder Welt vor dem unsrigen, hat die Menschen über die-sen großen Punkt in einer tiefen Unwissenheit stecken las»sen. Man ist dann erst seit siebenzehn hundert Jahrenvon den« Daseyn der Seele, und vor» ihrer UnsterblichkeitVersichert.

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