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2 (1777) M - Z
Entstehung
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446
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446 Seele,

und entwickelt flch mit ihm; sie hat mit ihm einen Standder Rindhett, der Schwachheit, der Unerfahrenheit; sie- nimmt zu, und wird stark mit ihm: und alsdann wirdsie fähig, gewisse Verrichtungen zu unternehmen; sie ge,nießt der Vernunft; sie zeiget mehr oder weniger Ver-stand, Beurtheilung, Wirksamkeit. Sie ist, wiederLeib, Sen Veränderlichkeiten unterworfen, welche dieäußerlichen Ursachen , die auf ihn einen Einfluß haben,ihn ausstehen lassen. Sie genießt, und leidet in Ver-bindung mit ihm; sie nimmt an seinen Vergnügungenund an seinen Plagen Theil. Sie ist krank, wann derLeib mit einer Rrankheit behaftet ist; sie nimmt, sowohlals er, durch die verschiedenen Grade von -er Schwereder Luft, durch die Wechslungen der Iahrszeiken, durchdie Nahrung, die in den Magen kömmt, verschiedene For-men an: endlich können wir uns nicht entbrechen zu er»kennen, daß sie, in gewissen Zeitpunkten, die sichtba-ren Zeichen der Erstarrung, des Alters, und des Todesaufweise.

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Wie leicht könnte sich hier ein Spaßvogel über diesenTräumer lustig machen! Was für artige Glossen würde er,über die sinnreichen Sähe, und die schönen Gedanken ma»chm, die man in diesem Texte gewahr werden kann! DieSeele, saget der Träumer, ist nichts anders, als der Leib,in Absicht auf etliche seiner Verrichtungen betrachtet;und bald darauf setzet er bey: Die Seele wird mit dem Lei«be gebohren; sie nimmt zu, und wird stark mit ihm. Dasheißt nach seinem schönen Einfalle: Der Leib wird mit demLeibe gebohren; er entwickelt sich, nimmt zu, wird starkmit dem Leibe: es kömmt eine Zeit, wo der Leib vernünftig

wird.