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2 (1777) M - Z
Entstehung
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che, wegen der Wirksamkeit, Kraft, Feinheit, und Erha,benhsit, die man in den Gedanken und Empfindungen ge-wisser Seelen bemerket hat, gesaget: die Seele sey eine ganzfeurige Substanz; andere: sie sey noch feiner, als die äthe,rische oder luftige Materie; diese: sie sey durch den Glanzund die Wirksamkeit dem Lichte gleich; jene: sie sey etwasGöttliches, und gleichsam ein Theil der Gottheit ftlbsten.Man har allezeit die erhabensten Begriffe und die edelstenAusdrücke gesuchet, um ihre Vorrrefflichkeit kennbar zu ma-chen. Nun, es ist augenscheinlich, wie wir gesagt haben,daß man dadurch keine genauen Bestimmungen von der Seelehat geben wollen; sondern man wollte nur aus ihren Ver,richtungen schließen lassen, wie vortrefflich diese Substanz iusich ftlbsten, und wie weit über alles, was wir sehen, erihaben fty.

Die kleinen Klügler, derer ganze Wissenschaft in der Le,suug etlicher gottloser Bücher besteht, und welche sich dadurchein Ansehen zu geben glauben, wenn sie über die Geistigkeitder Seele Zweifel auftverfen, verdienen dann nichts, alsMitleid und Verachtung, wann sie behaupten, es haben al,lr alte Philosophen eine körperliche Seele geglaubt. Siesind in diesem Stücke nur der Wiederhall der Unwissenheit.

Eben so wenig verdienen sie ein Gehör, wann sie unswieder sagen wollen, die meisten alten Kirchenväter habeneine körperliche Seele geglaubt. Sie geben dadurch entwe-der von ihrer Unwissenheit, oder von ihrer Unredlichkeit, ei,nen neuen Beweis: von ihrer Unwissenheit, weil sie die Ge-sinnungen der Väter nicht kennen; von ihrer Unredlichkeit,weil sie die augenscheinlichste und merkbarste Zweydeutigkeitmiöbrauchen. Wir wollen erklären, was zu dieftr Beschul-digung Anlaß gegeben Hst.

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