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Seele.
Vierter Beweis.
Das Ansehen der Philosophen.
* ^ Plato.
HNato hat unter den alten Philosophen den richtigsten und^ hsllschemendsten Begriff von der Seele gegeben, undfich über ihre Unsterblichkeit zum Besten erkläret. Manvernehme, wie er in seinem Gespräche redet, das die Auf»schrist hat: phädon, oder von der Seele. „ Man darf„ sich nicht wundern, wenn alles, was körperlich und fühl-„ bar ist, der Veränderung unterworfen ist , und niemals„ im gleichen Stande bleibt. Die Theile, woraus es be»,, steht, dünsten aus, trennen sich ab, zerstreuen sich um„ aufhörlich. Aber die Seele ist ein einfaches, uncheilba»„ res, unveränderliches Wesen. — Die Sinne können sie„ zwar manchesmal zerstreuet machen, und für sie eine Ge,„ leg mH eit des Irrchums seyn; aber sie kann in sich selb»„ sten kehren; sie kann sich zur Erkennmiß von dem, was„ rein, ewig, unsterblich ist, anwenden. — Ein Mensch,„ der betrachtet, fasset leicht, daß sie mit der geistigen, um„ wandelbaren, ewigen Schönheit mehr Gleichheit hat,„ als mit allen übrigen Dingen, die auf unsre Sinne wir,„ ken können,,»
Aristoteles.
Aristoteles, ein Schüler des Plato, wenn er gleich al,lezeit beynahe den Gegensah der Meynungen von seinem Lehr,Meister vertheidiget, drücket fich nicht weniger kraftvoll aus:* „Der Gedanken,,, saget er uns, „ der Begriff, der„ Vermmstschluß, der Verstand, die Empfindungen der
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