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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
434
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4Z4 Seele,

wir die Ungereimtheiten und die Lügen aufdecken. Aber ehewir zur Sache schreiten, verlangen wir, daß man uns zweenPunkte zugebe, welche nothwendig scheinen, um die Begriffezu bestimmen, und welchen man den Beyfall nicht versagenkann. Dieß sind die zween Punkte.

1. Der Mensch denket; und unter dem Worte: Denken,.verstehen wir alle Kennmiß, Beurcheilung, Vernunftschlüs-se, Znsammenseßung, Untersuchung, und andere Verrich-tungen von dieser Art, wozu wir sehen, daß der Mensch,hig ist.

2. Das Denken erstrecket sich nicht allein auf die Dinge,die in die Sinne fallen, sondern auch auf die abstraktestenDinge, die von der Materie ganz abgesondert sind, und bloßim Verstände bestehen.

Wenn man uns diese Punkte zugegeben und eingestandenhat, machen wir von der Seele die Bestimmung, undbestä,Ligen sie durch den folgenden Saß.

Satz.

< 7 >ie Seele ist ein geistiges und unsterbliches Wesen, webches in dem Menschen der Ursprung aller seiner Gedan-ken, Kenntnisse, und Empfindungen ist.

Wir ziehen die Beweise dieses SaßeS: i. aus der Noch«Wendigkeit, in dem Menschen ein Wesen zuzulassen, dcüvon dem Leibe unterschieden ist: 2. aus dem innern Gefühle,oder der Empfindung; Z. aus der wesentlichen Untheilbar,keit des Gedankens: 4. aus dem Ansehen der größesten Phi«losophen, welche das Alterthum aufzuweisen hat.

Wir beweisen erstlich nur die Geistigkeit der Seele; dennda die Unsterblichkeit eine nothwendige Folge davon ist, ver-schieben