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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
428
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428 Schöpfung.

mehr erstaunet, und noch leichter zu verführen seyn, da sie

dasselbe wirklich reden hörte.

Endlich, da Liefe Begebenheit, beynahe vor sechs tausendJahren geschehen ist, so kann man sie nicht streitig machen,außer wenn man ihre lediglich? Unmöglichkeit, oder denMangel der Glaubwürdigkeit von dem, der sie erzählet, be-wiese. Ihre ledigliche Unmöglichkeit kann man nicht bewei-sen: und was die Glaubwürdigkeit des Moses betrifft, ach!wie stot/ern sie nicht, die Herren Philosophen, wann siebeantworten sollen, was unsere Rabbiner und Ihre Gelehr-ten vortragen, um das Ansehen dieses großen Gesetzgeberszu bestätigen!

Der Philosoph.

Aöer, wie ungereimt ist es zu sagen, dis Schlange sey,zur Straft ihres Verbrechens, verdammet worden, ans ih-rem Bauche zu kriechen, und sie suche aus Rachsucht bestän-dig zu beißen! Ist die Schlange heut zu Tage nicht, wassie allezeit gewesen ist? Die Aegyptier, die Chaldäer, dieIndianer, die Araber haben jederzeit die Schlange für einSinnbild des Lebens gehalten. Die Kaiser von China, dieälter als Moses sind, haben allezeit dieses Sinnbild an ihrerBrust getragen. PLlpay, Lokmann ließen die Thiere beyden Indianern reden. Alles steht hier im verblünmn Ver-stände ; es ist nichts wirkliches dabey.

Der Jude.

Aber, wie ungereimt ist es auch, so oft und so dreisteSchriftsteller anzuführen, von denen man nur den Namenkennet; von denen man nichts Gewissts weiß; von denenman kaum etliche Worte, etliche unförmige Fragmente hat,welche nur erst von andern Schriftstellern angezogen werden,die acht, zehn, zwölf, oder fünfzehn Jahrhunderte später

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