Schöpfung.
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Der Jude.
Es grebt mir sehr Wunder, Laß ich Sie von Porphy-ren und Philsstraten also reden höre, von denen Sie, inIhren Schriften wider Ihre Religion, manche Träumereymso oft und nachdrücklich anführen. Aber lassen wir diesesbey Seite, um auf unsere Mutter Eve zu kommen.
Was ihr artiges Gespräch mit der Schlange betrifft, willich Ihnen nicht sagen , wie unsere Rabbiner, daß Samuel,oder Saran sich in einen schönen Jüngling , ganz mitSchimmer umgeben, verwandelt habe; daß er auf einemDraken von ungeheurer Größe geritten sey; und Laß ec alsoEven den schönen Vortrag gemacht Habe. Ich nehme lie-ber an, was Ihre alten Lehrer gesagt haben, Laß unsre er-sten Aelrern, in jenen kurzen Augenblicken ihrer Unschuld,die Näherung der Thiere nicht zu fürchten harten, weil siewußten, daß sie darüber zu gebiethen haben, und weil sievon diesen noch keine Ausschweifung gesehen hatten; ich neh-me an, daß Satan, der seit kurzer Zeit dem Stande derEhre und Glorie entstürzet war, in welchem er ist erschaffenworden, über das Glück neidisch seyn konnte, das Geschöpfegenossen, die er für weit geringer hielt, als er selbsten war;daß er, aus Hasse gegen den Schöpfer, und in den Triebenseiner Eifersucht, wohl habe versuchen können, sie zur Sün-de zu verleiten; daß er zu dieftm Ende nur die Hülfsgliederder Schlange in Bewegung sehen, und Töne Hervorbringendorfte, die geschickt waren, Even zu betriegen. Dann hatdieses Geschöpf, welches vieleicht nur erst etliche Stundenlebte, nicht untersuchet, was jenem Thiere die Sprache habegeben können. Und wenn sie glaubte, daß es natürlicherWeise die Macht zu reden nicht hätte, so mußte sie noch
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