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Schöpfung.
Der Jude.
Und beweist Ihnen Ihre Vernunft, daß Sie an die Bü.eher Moses nicht glauben dürfen ? Beweist Ihnen Ihre Ver.nun ft. daß Moses ein unwissender Dummkopf, oder einunverschämter Verführer gewesen sey ? Das ganze Alterthumhat ihn für einen der größesten Männer gehalten, die jemalsgelebet Hades!. Seine Gesänge haben etwas Erhabenes, undetwas Edels, das niemals ein Dichter oder ein Wohlrednererreichet hat. Er giebt uns allezeit die erhabensten Begriffevon der Gsttheit. Der Gottesdienst, den er einführet« istder herrlichste, der jemals bey einem Volke gewesen war.Seine Geschichte ist die einzige, wo man die Abkunft der al»ten Völker sicher erfährt. Er kann also für keinen Dumm»köpf gehalten werden. Er kann eben so wenig ein Verführerheißen. Er hat ohne allen Eigennützen geschrieben und gere,det: er hat niemals für sich oder für seine Kinder etwas ge,chan. Was antworten Sie daraus?
Der Philosoph.
Ey! das schöne Mährchen von dem Gespräche der Evemit der Schlange! Eine Schlange redet! Eve glaubt, daßdie Thiere reden! Dieß tauget zu den Mährchen von Achill-Pferde, das ihm den Tod versagte; vom Flusse Kaukasus,der dem Pythagoras den guten Morgen gab; vom Baume,der die Weisheit des Apollontus von Thyane verkündigte.Porphyr und Philostrat, die diese Dinge erzählen, verdie,nen keinen Glauben; Moses verdienet eben so wenig. Kann,te wohl Eve glauben, daß eine Schlange die Macht hättezu reden ? Mußte sie nicht über die Näherung und Vertrau,lichkeit einer Schlange erschrecken ? Kann man etwas Unge»reimieres ausdenken?