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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
422
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422 Schöpfung.

Man weiß, wie strenge das VerLvth war, keine Bild«sänle, oder Figur, oder Vorstellung an dem Orte zu haben,wo man sich versammelte, um den Pflichten der Religionabzuwarten« Man weiß, daß die griechischen und römischenSchriftsteller bezeugen, man hübe im Tempel der Juden kei,ne Art von Bildern gesehen, weil sie nur die Gottheit desHimmels anbetheten. Eoeli ^umen sciorant. Mauweiß, als die Kaiser in dem Tempel Bildsäulen aufstellenlassen wollten, daß alle Juden mit Weinen erklärten, siewollen lieber ihre Habe und ihr Leben aufopfern, als dareinwilligen. Muß man Hernach nicht unsinnig seyn, wennman behaupten will, die Juden haben beständig einen körperrliehen Gstt geglaubet?

Ferner: daß alle erste Kirchenväter auch einen körper-lichen Gott geglaubet haben, bis sie die Meymmgendes Plato annahnren , dieß ist allzu dumm, allzu albern,um eine Anrwerr zu verdienen. Wie viele aus den ältstenKirchenvätern könnten wir nennen, die Philosophen undPlatomker gewesen waren , ehe sie dasChristenkhum annah«men, wie Athensgoras, Justin, Origeneo, Clemens vonAlexandrien, und andere ohne Zahl ? Aber man bemerke,daß eben derselbe Verfasser in feinem Handlexikon beym Wor,te : Lhristrnthum, ausdrücklich saget: Die Kirchenväterin den drey ersten Jahrhunderten waren beynahe lauterplatomker. So groß ist die Weisheit dieses Philosophen;so groß ist die Einsicht des Kritikers, und die Treue des G«fchichreschreibrrs.

IV.

Er exschuffsie männlich und weiblich, wenn Gott, oderdie Götter von der zweyten Klasse, den Menschen nachihrem Ebenbilde männlich und weiblich erschaffen haben,

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