4l4 Schöpfung.
Heiligkeit des ne, und bildete ein Weib daraus. ErstelltestsEhestandes. Adam vor, als er erwachte; und Adam, da ersie sah, sprach aisobald: Dieß ist Bein von meinen Beinenund Fleisch vor, meinem Fleische. Der Mann und das Weibwerden zweenein einem Fleische seyn; und ihre Verbindungwird so liebreich, so heilig, so zärtlich seyn, daß der Mannsogar seinen Vater, seine Mutter, und alles verlassen soll,«m seinem Weibe einzig und unveränderlich anzuhangen.
Folgen aus der Schöpfung.
Wie viele erhabene und wichtige Wahrheiten entdecket unsdiese Erzählung des Moses! Wir sehen dabey:
1. Die wahre Würde und Hoheit des Menschen, weiler durch seine geistige, freye, vernünftige, unsterbliche Seeledas lebendige Ebenbild Gottes ist.
2. Seine allgemeine Herrschaft über alle Geschöpfe, wo-zu er durch die Bewilligung, die ihm Gott am Tage seinerSchöpfung zugestand, den Anspruch hat.
z. Seine Vortrefflichkeit und seinen Vorzug vor allensichtbaren Geschöpfen: denn, wenn er dem Leibe nach, wiesie, au» der Materie gestaltet ist, so übertriffr er sie unend-lich durch jeneu göttlichen Hauch, den er empfieng, das ist,durch die göttliche Abkunft seiner Seele.
4. Die Ehrerbiekhung, die Liebe, die Sorgfalt, wel-che der Mann für sein Weih haben soll, weil sie das Fleischaus seinem Flsische, und Gebein ans seinen Gebeinen ist;weil sie aus einer seiner Rippen gebildet, und nächst a" sei'nem Herzen gelegen ist, damit sie seine Gefährtin», undnicht seine Sklavin», feine Gehülfinn, und nicht allein derWerkzeug seiner Lüste werden möge: und weil nichts den Ab-sichten VeS Schöpfers mehr widerstrebet, und nichts die
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