Schicksal. 4c;i
so ist er deßhalben dennoch ein Mensch, wie zuvor. DecZahn that ihm Dienste, so lang er gesund war: folglichwar er weder vergeblich, noch nothwendig. Für Sie wärees wohl nolhwendigchaß Sie ein Bißchen mehr Logik wüßten.
Der Fatalist.
Halten Sie nicht jene für schwachsinnige Tropfen, dieetwa sagen: Mein Leibarzt har meiner Base aus einer tödl-ichen Krankheit geholfen; er hak ihr das Leben um zehnJahre verlängert. Denn es ist klar: Die Base mußte noch,wendig um dieselbe Zeit eine gewisse Krankheit haben; derLeibarzt konnte nicht anderswo, als in der Stadt seyn, inwelcher er war; die Base mußte ihn rufen lassen; und ermußte ihr die Brzneyen verschreiben, die sie gesund gemachthaben. Dec Arzt hat sonder Zweifel in diesem Stücke derOrdnung der Narur nicht widerstrebet; er hat ihr gesolgcc.
Der Weise.
Et), mein Herr! wie viele Krankheiten giebt es nicht,die nian nicht nochwendig haben müßte! Wie viele werdendurch Unvorsichtigkeiten, Ausschweifungen, Schwelgereyenveranlasset, die man hätte vermeiden können ! Mancherstirbt an der Unverdanlichkeit, welcher noch lange gelebt hätrte, wenn er enthaltsamer gewesen wäre: mancher gehl zuGrunde, u. s. w. Der sich übel verheurachec hat, giebtsein Unglück nicht dem Schicksale, oder unveränderlichen undnorhwcudigen Gesehen Schuld; er schlägt sich nur stlbstenvor die Stirne, und saget: Du hasts gewollt, Tölpel !Fürwahr, er urrheilet besser, als der Fatalist.
Was für unveränderliche Gesetze sind es, welche denArzt an die Stadt hefteten? welche die Kranke verbanden,ihn rufen zu lassen? welche die Krankheit nvthweudig ma,U. Band. C c cheren?