4oo Schicksal.
Es giebt Dinge, die aus unveränderlichen Gesehen no>h«wendig sind, von welchen Gesehen der Gebrauch und dieAnwendung unserm Willen nicht unterworfen ist. Es giebr
Dings, die aus unveränderlichen Gesehen nothwendig sind
von denen die Anwendung und der Gebrauch nnsrm Wille»unkerworseu ist: Zwo Gattungen von Nothwendigkeit»,die von einander ganz unterschieden sind.
Also ist es, nach der Nothwendigkeit von der erstenGattung, nochwendig, — wir mögen es wollen, oder nichtwollen , — daß die schweren Körper nach dem Mittelpunktder Erde streben, und daß ein Körper, der mehr Dichtheit,als der flüßige Körper, hat, worein man ihn stürzet, zumBoden sinke.
Also ist es, nach der Nothwendigkeit von der zweytenGattung nothwendig, daß ein Mensch, der iin Zweykampfeeinen Stoß in das Her; bekommen hae, daran sterbe. Aberes war nicht nothwendig, daß dieser Mensch den Zweykampfeiugieng; er hat gekämpftc, weil er es gewollt hat. Eswar also nicht nothwendig , Laß dieser Mensch an einemHerzstoße stürbe.
Endlich, wie misbrauchen Sie die Ausdrücke, da Siesagen, das Schicksal der schweren Körper sey, daß sie nachder Erde streben; das Schicksal eines Birnbaumes sey, daßer keine Ananas trage l Haben jemals dis alten Fatalistenetwas so lächerliches auf die Bahne gebrach: ?
Der Fatalist.
Allein Gott machet nichts vergeblich: folglich ist alles«vthwmLig.
Der weise.
Es ist nicht nothwenürg,. daß ein Mensch eins gewisseAnzahl Zahne habe. Wenn er sich einen herausmße» läßt,
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