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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
398
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Z98 Schicksal,

welches sie zugelassen haben sollen, war nichts anders, alsdas unfehlbare Vorwissen Gottes, wie es die christlichen Gontesqelehrten und Philosophen zulassen. Wenn der Geschich,teschreiber Joseph das Wort: Schicksal, gebrauchet hat, sogeschah es, weil er für Griechen und Römer schrieb, dievon diesem Vorwissen nichts verstanden.

Was konnte wohl in der THat das Schicksal bey Lehrernseyn, wie die Pharisäer waren ? Sie ließen die Freyheit iinMenschen zu; sie gaben ihm die Vernunft zum Führer; sieerkannten Laster und Tugenden, Strafen und Belohnungen,und ein Gericht nach dem Tode; sie waren ungemein eifrigfür die Religion, die Pflichten des Gottesdiensts, das Gnbeth, und für alles, was uns von der Größe Gottes dieerhabensten Begriffe geben kann.

Also schildert uns der Geschichteschreiber Joseph die Phairisäer ab. * Ihre Lebensart ist ganz einfach, saget er: sie kennen die Wohllüste des Lebens nicht. Sie weichen von dem niemals ab, was ihnen die Vernunft einmal entdecket hat. Sie erkennen ein Schicksal; doch so, daß der Mensch deßhalben frey ist. Gott , sagen sie, ordnet die Dinge also an, daß der Mensch allezeit seine Freyheil hat, um das Laster oder die Tugend zu wählen, wenn gleich allezeit alles nach den Absichten Gottes geschieht.,, Sie glauben die Unsterblichkeit der Seele, ein Gericht nach dem Tode, ein Unheil, wie man es durch seine Tue gendsn oder seine Laster verdienet hak, ewige Peinen für die Gottlosen: und alles, was immer im Gottesdienste und im Gebelhe siyerlich ist, wirb nach ihrem Gutachten geordnet,,.

Mein

*2üö. Merth. iS. B. 2 . Rap.