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Schicksal. Z97
Meise, und auf die Stärke der Vernunftschlüsse aus demfolgenden Gespräche schließen können, welches ein Fatalistund ein Weiser mir einander führen. Der Fatalist wieder,Holetalles, was im philosophischen Handlexikon vorgetra,gen wird; und der Weise giebt ihm zu verstehen, wieschlecht all dieses geschloffen sey.
Der Fatalist.
Wie! Sielassen das System vom Schicksale nicht zu?Das giebt mir Wunder.
Der weise.
Und Sie nehmen es an? Das giebt mir noch weit mehvWunder.
Der Fatalist.
Die Lehre vom Schicksale ist vieleicht die ällste, die mankennet: denn im ältesten aus allen Schriftstellern, im Ho-mer, findet man die Spur und den Begriff davon; unddieses beweist, daß sie zu feiner Zeit sehr im Schwangegieng. D-e Pharisäer dey den Juden lehreteu sie gleicherWeise. Warum grebt es Ihnen so sehr Wunder, wennsie die Philosophen annehmen?
Der weise.
Sachte, mein Herr! Sie machen schon Anfangs «neus) starken Fehler wider die Zeitrechnung, daß man ihn rm«möglich hingehen lassen kann. Sie sagen, das älteste Buch,das wir haben, sey Hon,er; und Moses, von dem wir ebensowohl die Bücher haben, lebte beynahe sechshundert Jahrevor Homeren. Jener war rm Jahre der Welt 2464, unddieser im Jahre zoz 9 gebohren. Bessern Sie dann erstlichdiesen Schnitzer aus.
Was die Lehre der Pharisäer belanget, so verstehen Siediese nicht besser, als die Zeitrechnung. Das Schicksal,
welches