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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
368
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Z68 Religion.

* Die Menschen hatten Anfangs keine andere Koni, ge, als die Götter, und keine andere Regierungsart, als

die theokratische. Aus diesem allein, daß man Gott zum Haupte jeder Gesellschaft machte, folget schon, daß es so viele Götter, als Völker, gegeben hat. Zwey Völker, die sich einander fremd waren, konnten nicht lang einen und denselben Gebiecher erkennen: also ent, stand aus den Trennungen der Völker, die Vielgötterei). Die Gerichtbarkeit der Götter war, also zu reden, durch die Gränzen der Völker bsgränzet. ** Jede Religion war dann allein mit den Gesetzen des Staates verbunden, der sie vorschrieb; und es gab kein ander Mittel, ein Volk zu bekehren, als daß man cs in die Dienstbarkeit brachte. *** Als die Römer mit ihrem Reiche ihren Gottesdienst und ihre Götter ausgebreitet, und selbsten oft die Götter der Besiegten angenommen hatten, fand es sich, daß die Völker dieses weitschichtigenReiches unvermerkt eine Men, ge Götter und Gottesdienste erhielten, die ohngefähr aller Orten gleich waren.

Dieß war, nach Rousseauen, der Ursprung der Reli,gionen in der Welt.

Bey diesen Umständen kam Jesus Christus, ein geistr lichcs Reich auf Erden zu pflanzen. Dadurch wurde das theologische System vom politischen Systeme ge< trennet; der Staat Hörte auf, einfach zu seyn; und es entstanden innerliche Spaltungen, welche die christlicken Völker ohn Unterlaß beunruhiget haben: und bald sah,, man das sogenannte Reich von jener Welt, unter einem sichtbaren Oberhanpte, den gewaltigsten Despotismus in dieser Welt werden.

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