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Religion. 3 67
Man schließe aus dm Höflichkeiten, die hier du Mansais der ganzen christlichen Gesellschaft erweist, wie gesittetund artig die Philosophen sind: man schließe, wie erha-ben sie denken. Alle gesittetste und aufgeklärteste Völker be,kennen sich zur christlichen Religion; diese Religion hat eineunsägliche Menge großer Männer von jeder Art hervorge,bracht; sie besteht schon siebenzehn hundert Jahre: und nachdem Unheils des du Marsais, ist alles, was diese Reli,gion verträgt und lehret, nichts weiter, als eine Sammlunglächerlicher Vermuthungcn, und Trügereyen, die nur fürden schwachsinnigen Pöbel erträglich sind! O du Marsais!was soll man von Ihnen sagen und urtheilen?
Einen Emwurf, welcher mehr Bosheit zeiget, als erwahres Beschwerniß erregen kann, machet Rousseau im letz,ten Kapitel des gesellschaftlichen Vertrages. Er bchaup»ter zu beweisen, daß die christliche Religion, so wie sie ist,und nach ihrem wahren Geiste, weder in einer Gesellschaft,noch in einem Staate, noch zum Vortheile der Regenten et«was tauge. Wir wollen, mir einer ängstlichen Genauigkeit,einen getreuen Auszug von diesem ganzen Kapitel geben,welchem er die Aufschrift beyleget: Von der bürgerlichenReligion. Wir werden die Art seines Verfahrens, seineGrundsätze, seine Vernunftschlüsse vom Ursprünge der Relügionm, von dem Anfänge des Christenthums, von dem Ge-gensätze zwischen dem Geiste dieser Religion, und zwischenden Vorrheilm der Gesellschaft, vortragen, und durch etlicheBewertungen beantworten, die wir über seinen Text Keys»,
gen werden. Man vernehme, wie er sich ausdrückek.
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