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2 (1777) M - Z
Entstehung
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360
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Religion.

II.

I6a

Die Menschen sind recht blind, daß sie einer abge,schmackt n, blutgierigen Sekte, die von Henkern un-terstützet , und mit Scheiterhaufen umrungen ist; einerSekte, die nur von denen gutgeheißen werden kann,welchen sie Macht und Reichthum giebt; einer privat,sekte, die nur in einem kleinen Theile der Welt ange-nommen ist, vor einer einfachen und allgemeinen Reli«gion den Vorzug geben, welche zu den Zeiten Seths,Enochs, und des Noe die Religion des menschlichenGeschlechtes war.

Wir wollen uns nicht entrüsten; sondern nur durch etlichekurze Anmerkungen die Ausschweifungen Bolingbrokens zuerkennen geben.

Die christliche Religion heißt ihm eine abgeschmackteSekte: und die gtößcsten Geister, die seit siebenzehn ,Iahr»Hunderten gelebet haben, die Justin, Athenagoras, Ca-ttau, Origencs , Augustin, u. m. a. haben sie angenom-men, erkläret, verthetdiget, durch ihre Tugenden und ihreBeleuchtungen verherrlichet. Und was ist Bolingbroke ge,gen diese großen Männer, wenn man den Geist und dieEinsichten betrachtet?

Sie ist blutgierig. Ist es etwa wegen der Religionkrie-ge , daß man der christlichen Religion den Namen: blutgie-rig, beyleget? Wenn dieses ist, muß man noch weit eherdie Macht der Regenten blutgierig Heißen, welche in denKriegen ungleich mehr Blut vergießen läßt.

Die Neligionkriege zählet man ganz leicht. Es war ei-ner niit den Albigensern im dreizehnten; einer mit den Hus-

fiten