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wie viele andere Krankheiten, vergangen ist, wovon manseit fünfhundert Jahren vollkommen genesen ist, und die manohne Aergerniß, Unheil, und Gefahr niemals wieder an,führen kann.
z. Die christliche Religion besteht nicht in dem, wasihr manchesmal ein übertriebener, und nicht so gründlicheralsverwägenerTadel, oder eine verd.ckrs Gottlosigkeit, umpöbelhafter Andachten und Meynungen willen, vorwiest.Es giebt dergleichen Meynungen, die ohne Grund sind: esgiebt andere, die sich nur auf Jrrrhümer in der Handlunggründen; aber Jrrrhümer, die allezeit sehr unschuldig sind;Jrrrhümer die weder die Glaubens - noch die Sittenlehre an,gehen; Jrrrhümer, die von der großen Kirche, der Mutterund Gebielherinn aller Kirchen, niemals gutgeheißen wor,den sind ; Jrrrhümer, welche die einzelnen Kirchen, beson,ders seit dem Kirchenrathe von Trient, mit aller Sorgfaltden Gläubigen allmahlig und in Sanftmuth abgewöhnethaben. Wir müssen noch sagen, Laß unter jenen Andachtenund Meynungen, welche die Hoffart und die Gottlosigkeitfür pöbelhaft ausgeben, sehr ehrwürdige, nützliche, undgut gegründete begriffen sind.
4. Die christliche Religion giebt die Nationalmeynungmnicht für Lehrsätze und Vorschriften des Glaubens auf. Essind Gegenstände, worüber man im Teutschlande, Frank,reiche, Spanien, Italien verschieden denket. SlaatSur-fachen können diese Meynungen vorschreiben: aber man ver»ketzert sich deßhalben einander nicht. Man sieht einander inTeutschlande, Frankreiche, Spanien, Italien ohn Uri,terschied für Christen an: und alle sind auf gleiche WeiseChristen. Sie sind ein Stoff zu Schulstreitigkeiren, eineWeyde für die Gotteögelehtten; aber nicht ein Gegenstandder Glaubenslehren. Nach»
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