Religion. 25 5
Brunichrldis; die Meuchelmorde Behmes, Poltrors,Clemens u. m. a.; die Vergiftungen der Brinvillicrs,und andere dergleichen Gräuel vorstellen, und diese für dieSchilderung der Sitten und Denkensart der französischenNation angeben wollte: mir welchem Auge würde man ihnansehen? wie verdiente er behandelt zu werden?
2. Die christliche Religion ist nicht beschaffen, wie mansie uns vorstellen will, da man uns die berühmten Miehäl«ligkcken zwischen dem Pciesterchnme und dem Reiche, welcheein Bißchen mehr als ein Jahrhundert gedauret haben, ohnUnterlaß zu Gemüchs führet. Man muß sie für eine betrüb»te Seuche derselben unglückseligen Zeiten ansehen, welche,
wie
BrunichildisH Siegeberk des Ersten, Königs in Australien, Gemahlin»,war wegen ihrer Unzucht und Grausamkeit eben so berufen. Endlichwurde wider sie eine gerichtliche Klage gesühret, wo Clvtar der Aweyteihre Verbrechen vertrug, und sie sogar beschuldigte, daß sie zehn Kö«nize umgebracht habe. Sie wurde durch einen schändlichen Tod hin-gerichtet.
Behmes Ein Deutscher von Geburt, war im Hause der Herzoge vo»Guist auserzvgen. Er gab, dev der bekannte» Bluthschzei't zu Paris,dem Admiral Coligni die ersten zwcen tödtlichm Stoffe. Cr wurde zuBouttvüle gefangen, und auf der Flucht getestet, als er aus der Ge-fänguiß entkommen war.
Poltrot l Johann Herr von Mcrcy, ein französischer Edelmann, imDienste des Johann von Svubise, hatte den Herzog Franz von Guiseermordet, und wurde nachmals zu Paris von vier Pferden zerrissen.
Clemens^ Jacob, ein Dominikaner zu Paris, gicng nach St. Cloud,als König Heinrich der Dritte Paris belagerte, kam vor den König, undstieß ihm ein Messer in Len Unterleib. Er wurde von den Hosientenauf der Stelle umgebracht.
Vrinviliiers^ Marie Margrethe Markgräfinn von Aubray, brachteihrem Vater, zweenen Brüdern, und mehr andern Gift bep, undwurde zu Paris enthauptet.