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Religion. gsz
z« entdecken, die vornehmsten Pflichten zu erkennen, und zuunterscheiden, was gerecht oder nicht gerecht sey. Er wird,nach dem Sinne eben desselben Schriftstellers *, nicht sagen,dH dieses Gesch die Hoffart, die Rachsucht, die Unwahr,heit, die niederträchtigen Empfindungen verbiethe und ver,banne; daß es gebreche, man solle sanftmüchig, nachsichtig,geduldig, mäßig, keusch, ehrlich, und sittsam in seinemganzen Mandel, und in allen seinen Reden seyn. Mit ei,
^ ner solchen Verbindlichkeit würde ihm, und vielen andern,die natürliche Religion allzu scharf und allzu strenge scheinen,als daß sie sich für ihre Anhänger bekennen wollten.
Einwürfe der Philosophen
wider die christliche Religion.
Ehe wir aufdiese Einwürft antworten, wollen wir erst,lich die Begriffe von der christlichen Religion bestimmen,welche, wie wir gesagt haben, die einzige ist, die Gott aufeinx Weise, die Gottes würdig ist, verehren, und die Men«h scheu wahrhaft Gottes würdig machen kann.
r. Die christliche Religion ist nicht also beschaffen, wiesie uns von den Philosophen, den Ungläubigen, den Frey,denksrn geschildert wird. Sie reden allezeit nur als offen,bar? Feinde von ihr. Sie spüren bey allen ihren alten Wider,sachern alles aus, was man ihr vor Zeiten vorgeworfen hak; siesuchen bey allen Geschichteschreibern jene Stellen auf, die zum> Nachtheile von erlichen ihrer Geistlichen oder ihrer Anhänger:gereichen; sie borgen von allen Sektirern alles, was ihnender Haß oder die Eifersucht haben einblasen können: undda sie alle diese häßlichen Schildrungen sammeln, übertrei,
ben,
* von den Pflicht, r. S.
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