Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
350
Einzelbild herunterladen
 

Religion.

Diese geoffeubarten Wahrheiten glauben wir, nicht miteiner Gewißheit, die auf die Klarheit der Begriffe gegrün,det ist, welche wir davon haben; sondern mit einer Gewiß-heit , die sich auf die Untrüglich?«! desjenigen gründet, dersie geoffenbaret hat. Es ist dann nicht vonnöthen, - sieGott für uns herunteHeße, und uns begreiflich mache.

VII.

Diebeste aus allen Religionen ist unfehlbar die dennltchste.

*

Man hätte sagen können: Die Beste aus allen Religio,nen ist jene, die den Menschen zum tugendhaftesten machet.Aber man sieht nicht recht, warum eine Religion die besteseyn sollte, weil sie die deutlichste wäre. Rousseau hatvergessen, Len Beweis davon beyzubringen.

VIII.

Nachdem wir mit Rousseauen vernünftig gestritten ha»ben, wollen wir eine Weile den aufgedunseten Plauderer,ren, der sich unter Bolingbrokens Namen verbirgt. *Dergroße Namen: Theist, den man nicht genug in Ehrenhält, saget er, ist der einzige, den man brauchen sollte.Das einzige Evangelium, daß man lesen sollte, ist dasgroße Buch der Natur , das von der Hand Gottes ge-schrieben , und mit seinem Siegel besiegelt ist. Die ein-zige Religion, zu der man sich bekennen sollte , ist jene,wo man Gott anbethet, und ein ehrlicher Mann ist.Es ist eben so unmöglich, daß diese reine, ewige Reli-gion

»wicht. Untersuch, am Beschluss«'.

G«

«S!