Religion. Z49
jüdischen Schriftsteller, und Christen , die aus der Offen-barung unterrichtet waren? Verhindert jener schöne Schau-platz der Natur, daß es keine Ruchlosen gebe? Gott har zuunsern Augen, zu unserm Gewissen, zu uuserm Verstandsgeredet: aber kann er uns nichts weiter sagen, als was eruns durch dieses Werkzeug gesaget hat? Wie erbärmlichkömmt eß heraus, wenn man, mit so vielem Eigendünkel,eine Menge so schwacher Fragen aufwirft!
VI.
* wenn die natürliche Religion ungenüglich ist, so istsie es, weil sie die großen Wahrheiten, die sie uns leh-ret, dunkel läßt. Der Offenbarung steht es zu, unsdiese Wahrheiten auf eine Weise zu lehren, daß sie demVerstände des Menschen fühlbar werden: ihr steht eszu, dieselben für ihn herunterzusetzen, und ihm be.greiflich zu machen.
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S *
Wenn Gott den Menschen Wahrheiten hat entdecken kön,nen, und entdecken wollen, welche über die Fähigkeiten ihrerVernunft hinausreichen; so wird alsbald die natürliche Re-ligion nothwendiger Weise ungenüglich, weil sie sich nichtweiter erhebt, als was die Vernunft begreifen kann.
Nun, daß es Gott gekonnt habe, ist eine so augen-scheinliche Sache, daß man nicht einmal Lust hat. Beweisedavon zu begehren. Daß er es gewollt habe, ist eine Sa-che, von der wir Erweisungen geben, und allen Philoso-phen Troß bieihen werden, eine Antwort darauf zu finden.
Diese
* Edmd. lzz. Seit.