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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
348
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348 Religion.

Halt ein, Verwägener! Willst du behaupten, daß dirdeine schwachen Seelenkräste so große Beleuchtungen zu ge»bei; vermöchten, als dir die Gottheit selbsten geben würde,wenn sie dir in ihrer ganzen Herrlichkeit und Majestät er,schiene? Wenn sie dir also erschiene, wie viele Lehrsäße,welche für den Menschen nützlich, und für seinen Schöpferruhmwürdig wären, würdest du nicht aus dieser Erkennt,niß ableiren?

IV.

Man zeige mir, was man zur Lhre Gottes, zumBesten der Gesellschaft, und zu meinem eigenen Nutzen,den Pflichten des natürlichen Gesetzes beyseyen könne,und was für eine Tugend aus einem neuen Gottesdien-ste entspringen möge, die nicht auch eine Folge des wei-nigen ist.

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Was man bsyseßen könne? Beweggründe und Mittel,- um alle diese Pflichten vollkommener zu erfüllen. Dieß hatdie Offenbarung gerhan.

V.

Die größesten Begriffe von der Gottheit kommenuns aus der Vernunft allein. Man werfe den Blick aufden Schauplatz dev Natur; man gebe der innern Stim-me Gehör. Hat nicht Gott unfern Augen, unsermGewissen, unserm Verstände alles gesaget? Was wer-den uns die Menschen weiter sagen?

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Wenn die Vernunft allem uns die größesten Begriffe vonder Gottheit beybringt, wie kömmt es, daß die heysmschenPhilosophen damit niemals soweit gekommen sind, als die

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