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2 (1777) M - Z
Entstehung
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341
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beizten, das Abendmahl ncbmen, zur Fastenzeit Fischeessen; die Pfaffen ftyn geizig, ehrsüchtig, stolz, rach,gierig, und Scheusale der Gchwelgerey, Unzucht, und

Grausamkeit.

Dieß sind die Beweise, welche der beredtsanie Wohl-redncr und Philosoph auf die Bahne bringt, daß die Reistgier, Böses stifte. Welchen hohen Begriff muß man sichvon ihm nicht machen, wenn man ihn nach der Spracheder Ehrbarkeit beurtheilct, die seine Schriften an den Taglegen ! Wo ist der Mensch, der sich unterfangen wird, soüberzeugende Beweise zu bestreiten? Wer wird sich denSchwung einer so kraftvollen Schreibart geben können, wiedie seinige ist? Wir wollen es nicht versuchen; wir streichendie Segel vor ihm: wir überlassen es dem Urcheile des Vernünftigen Lesers. Aber laßt sehen, was für Mittel er vorschlägt, um so großen Nebeln abzuhelsen: sie sind auch diesesweisen und starken Geistes würdig. Man vemehnn sie.

Man wird sonder Zweifel fragen, saget er, wie diesen Ungelegenheiten abzuhelfen sey. Ich kenne dazu nurein einziges Mittel: und der Landesherr hat es in Han-den. Er muß eine krrnhafte und philosophische Sitten-lehre vortragen lassen, deren sichere und unveränderlicheGrundlage nicht dem Eigensinne der Menschen, unddem willen eines falschen Gottes unterworfen seyn sol-len ; eines Gottes, den seine Pfaffen allezeit grausam,ungerecht, und wunderlich vorstelten werden. Er muß,durch Belohnungen, Po zügc, Reichthümer, Ehren,seine Unterthanen aufmuntern , sich unterweisen zu las-sen , sich von den Vorm theilen loszumachen , andere zubeleuchten, die Tugend zu üben, ihre Pflichten zu er-füllen. Er muß die Duldung in seinem Lande einführen.

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