Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
337
Einzelbild herunterladen
 

!

M

ichl,

i

Religion. zz?

ttn dcr ganzen Welt auf, mir den mindesten Grund bey-zubringen, der mich verpflichten könnte,sie predigen zu HH:ren; noch weniger, ihnen zu glauben, wann sie eine Be-gebenheit erzählen.

* » *

Und ich fodre alle philosophische Krikgemänner heraus,mir den mindesten Grund beyzubringen, der mich hindernkönnte zu glauben, daß Jesus Christus ans die Erbe gekom-men sey, und daß er, durch das Predigtamt der Apostel, undwider das Bestreben der fürchterlichsten Mächte der Welt,seine Religion darauf gepfianztt habe. Ich fovrr jedenMenschen auf, der seine Vernunft brauch«; das ist, derweder thöricht noch ausschweifend ist, dieser Begebenheit sei-nen Glauben zu versagen. An diesem Glauben ist allen Men-schen zum meisten gelegen. Es ist also falsch, daß Niemandverbunden sey, irgend eine Begebenheit zu glauben. Außer-dem ist ein jeder vernünftiger Mensch verpflichtet, die Wahr-heit zuzugeben und zu glauben, sobald er sie erkennt» Nun,wir beweisen die Wahrheit der Sendung Jesu Christi, folg-lich ist ein jeder vernünftige Mensch verpflichtet, die Wahr?heit dieser Sendung zu glauben, so bald er sie erkennet.

Der Metaphysik« machet noch viele andere Vernunft?schlüffe, von denen wir nur etliche Stellen anführen wollen,welche die wesentlichsten sind, um ihre Ungereimtheit bemer-ken zu lassen.

Ist Einer, -er weder taub noch blind ist, verbun»den zu wissen, daß es ein gewisses Buch gebe ? Ist cpverpflicht«, daß er lesen könne? Ist er verpflichtet dieSprache zu verstehen, in welcher es geschrieben ist? Ist

rr verpflichtet, u. s. w.

* « * '

N- Band.

Wann