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soll. Nur in diesem Verstände ist man ftey, was die Reli-gion betrifft
III.
* Fünfzehnte Wahrheit. Alle Religionen sind falsch.Dieser große Philosoph, nachdem er im ganzen Kapitel überalle Religionen genug geschrieen und geheuiet hat, schlichalle seine sogenannten Beweise in drese zween überzeugendeSchlußgründe ein.
Erster Schlußgrund. Die Wahrheit kann man nichtwahrnehmen, ohne daß man sie erkenne; man kann sienicht erkennen, ohne daß sie zum Beyfalle zwinge. Rei-ne Religion zwingt zum Beyfalle - folglich ist keine Re»Ugion eine empfindsame und augenscheinliche Wahrheit.
Zweyter Schlußgrund. Alles was auf Treue undGlauben und mit Aufrichtigkeit bestätiget ist, das istoder falsch, oder dunkel, oder ungewiß. Alle Religio-nen sind aufrichtig und aufLrcue und Glauben bestäti-get : folglich sind alle Religionen falsch, oder zum aller-wenigsten dunkel und ungewiß.
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Wir werden auf so elende Trugschlüsse nicht ernstlich ant-worten: wir genügen uns, durch Verkehrungen der Schluß»reden den verfänglichen Berrieger sechsten mit seinen eigenenWaffen zu schlagen. Er stellet uns voll Stolzes seine vor»geblichen Wahrheiten auf: und wir wollen ihm zuversicht-lich Wahrheiten von einer ganz verschiedenen Art entge-gensehen. Er saget uns : Alle Religionen sind falsch,und wir sagen ihm: Alle Systeme des Unglaubens sindfalsch; und Ließ beweisen wir ihm durch folgende zweenüberzeugende Schlußgründe.
- Ebend. 17. Rap.