Religion. zz,
mehrere unumstößliche Wahrheiten Vorbringen, die keinVerstand wird anfechten können, der gründlich und mitsich selbst redlich ist: denn es sind wirkliche, ewige, undnothwendige wahrheitev, die allen Menschen gleich indie Augen leuchten. Auf diese Wahrheiten werde ich eineNette von Vernunftschlüssen gründen, welche meinesDünkens alle Schattenbilder von Beweisen umstoßen sol-len , die man für die Religionen anführet/ und welcheihre Unnützlichkeit und ihre bösen Folgen zeigen werden.
Zu Folge seines großen Entwurfes reihet er achtzehn aus,schweifende, ungereimte, grob verfängliche Sätze an, die erWahrheiten heißt. Wir berühren in diesem Artikel nur jene,die ein unmittelbareres Verhältniß dazu haben. Wir wollensie mit seinen eigenen Worten vortragen. Hier folget dieerste:
* Erste Wahrheit. Ein jeder ist frey, was die Reli-gion betrifft ; die Religion ist eine persönliche Sache. Undalles, was er zum Beweise dieser Wahrheit auf die Bahnebringt, beschließt er durch diesen Grund, dm er überzeugendnennt:
Der Fürst oder die Oberkeit sollen sich in Dinge nichtmengen, die zum Gemeinbeften lediglich gleichgültig sind.Das Heilsgeschäfft ist zum Gemeinbesten lediglich gleich,. gültig. Folglich sollen der Fürst und die Gberkeit Ln dasHeilsgeschäfft sich keineswegs mengen.
* * *
Dieser Mann will Mallebranchen nacheifern, dem grö,ßesten Mekaphysiker, den Frankreich jemals gehabt hat: undsobald er die Sache angreift, machet er Böcke, die mandein jüngsten Logiker nicht vergeben würde.
Ec
* Eben-.