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2 (1777) M - Z
Entstehung
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328
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Z 28 Religion.

selbsten geoffenbaret und gebochen hätte. Dieß rrfodertkeinen

Beweis.

Es wäre ungereimt zu sagen, daß'Gott nichts geoffen,baret habe. Man har die Richtigkeit und Wahrheit derOffenbarung augenscheinlich vargechan.

Es wäre ungereimt zu sagen, Laß Gott widersprechende^Religionengeoffenbaret, und einigen etwas als wahr sorge»stellet habe, was er andern als falsch bekannt gemacht hat.Dicß hieße seine Weisheit und höchste Wahrheit vernichten.

Endlich wäre es die äußerste Ungereimtheit zu sagen, daßwidersprechende Religionen gleich gut, gleich sicher, gleichwahrhaft seyn. Mau darf kein Logiker seyn, um es zumerken.

Nun, es giebt in der Welt Religionen, die sich einanderwidersprechen. Was liegt daran? Rousseau, und seineNachsprecher, schreyen sich zu Todte, daß all dieses vor Got-te gleich gut sey ; daß man vor den Augen Gottes eben ssangenehm fty, wenn man nur den Juden und Mahometa-nern Jesum Christum läugnet, als wenn man ihn mit denChristen anbethet; daß Gott eben so wohl gutheiße, wennman sich in der Synagoge beschneiden läßt, als wenn mansich in der Kirche raufen ließe; Laß Mahomet eben so wohlGlauben verdiene, wann er saget, man dörfe ein Haus vollWeiber Halten, als Jesus Christus, wann er saget, manmüsse sich mit einer Frau genügen; daß man unerachter al-ler dieser Verschiedenheit in den Lehrsäßen und in dem Wan-del, dennoch die Seligkeit erlangen werde, daftrn man nurein ehrlicher Mann ist.

Dieses nennt mau henk zu Tage die schöne Philosophie;und ein Mensch, der gesunde Vernunft hat, wird eS für diegrößeste Ausschweifung und Ungereimtheit halten.

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