ZI 8 Religion.
men geben , ob ßs es gleich verdienten: — wo anders ha-ben sie jene erhabenen Gedanken, Ausdrücke, Begriffe her,geholet, als aus dein Felde,- das ist, aus der Religion,die sie verlassen haben? Aber ungeachtet dessen, was sieGroßes und Erhabenes von Gotte zu sagen sich bemühen; -man mache nur die Bemerkung: — reden sie dennoch nie,malS von seiner unendlichen Heiligkeit; und von seiner un>endlichen Gerechtigkeit reden sie allezeit sehr schwach. Diesezwo göttlichen Eigenschaften sind allzu schrecklich für dieGottlosen.
2 . Die christliche Religion ist die einzige, welche dieGottheit durch Ehrbezeigungen ehret, die unendlich höher,als die natürliche Macht des Geschöpfes sind. Himmel!kann ich hier mit Moses sagen: höret die erhabnen Wahr-heiten , die ich verkündigen will! und du, Erde! höre mirzu, wie die Himmel! * ^uäite, Lorii, c^uL loczuor! rm-cliat terra verba ori8 mei!
Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Schöpfer derZeiten , das wesentliche Bild der Glorie des Vaters, derVertilger von den Sünden der Welt, der allmächtige Ur,sprung aller Dinge: Jesus Christus ist das Haupt der gan,zen Religion, der ganzen christlichen Kirche, aller Gläu»Ligen, woraus sie besteht. In dieser Eigenschaft ist er nichtallein der erste Anbethrr seines Vaters; sondern auch derGrund des Verdienstes aller Anbethungen, Dienstleistungen,heiliger Werke, welche ihm von dem ganzen menschlichenGeschlechts auf dem ganzen Erdkreise aufgeopfert werden. Erist der Grund davon, wie die Wurzel einer Pflanze derGrund ihres ganzen Wachöthums ist. Ohne seinen E»usiuß und seine göttliche Kraft, wäre der Mensch unfähig,
Gotte
- 5. V. Moses. XXXII.