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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
313
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schon erscheint, daß ihn die Vernunft eher misbilligen, alsgmheißen sollte; muß er nothwendig auf etwas Geheimniß,volles gegründet, und durch ein wirkliches Gesetz befestigetseyn; es muß schon im Anfänge ein Geboth des Herrn gege-den haben, ihm Opfer zu weihen. Wenn wir diesem Lichtestrale folgen, und bis an die ersten Denkmäler der Geschich-te des menschlichen Geschlechtes zurückgehen; bis an jeneDenkmäler, * die seit mehr als drey tausend fünfhundertJahren vorhanden sind, werden wir nicht allein die Richtig,keit des Gebothes, sondern auch die Beweggründe desselbenGebothes entdecken: und diese Beweggründe befinden sich inder Verkündigung eines zukünftigen Erlösers, die Gott demMenschen that, welcher durch die Sünde feine Vorzüge ver-loren hatte. Der Erlöser sollte zur Befreyung des menschli-chen Geschlechtes geopfert werden: dieses machte die Hoff-nung des Menschen lind seinen Trost aus. Und Gort, da-mit er das Andenken, seiner Verheißung unter den Menschenerhielte, befahl ihnen, Opfer zu entrichten, welche Vorbilder,Zeichen, Erinnerungen jenes Opfers seyn möchten, das derErlöser eins entrichten sollte, wann er sich für sie opferte.Dieß ist der wahre Ursprung der Opfer gewesen. Man se<h< dann, wie das Gesetz zu Opfern ein Beyfatz der natür-lichen Religion werde.

Seit der Schöpfung der Welt ist die Heiligung des sie-benten Tages den Menschen bekannt gewesen. Der Herrhaue ihn, als einen Gedächtnißrag des großen Werkes derSchöpfung, eingesetzet, um die Dankbarkeit der Geschöpfezu ermuntern, und an diesem Tage ihre Huldigung zu em-pfangen. Es wird auch die Heiligung dieses Tages in denzehn Gebothen, nicht als ein neues Gesetz, sondern als die

Erneu-

* Di- Bücher Moses.

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