zi4 Religion.
Erneuerung eines alten Gesetzes vorgetragen. * Erinneret ^
euch, sprach der Herr, -aß ihr den Sabbat, das ist, den ^
siebenten Tag, heiliget.
Homer, der älteste der profanen Schriftsteller, welcher ^siebenhundert Jahre nach Moses lebte, entdecket uns eben ^ ^dieselbe Pflicht der Religion, und zeiget uns davon die glei-che Ursache an, die wir angeführet haben: Der siebent« ^
Lag soll unter euch geheiliget seyn; denn an diesem Ta, ^ ^
ge ist die Schöpfung der Welt vollendet worden. ** Mankann, im heiligen Clemens von Alexandrien, mehr and»re Stellen aus dem nämlichen Dichter, und aus Hesisdus, > ^'
Rallimachus, Solon antreffen, welche von der Erkenntniß ^eben dieses Gebrauches und eben dieser Wahrheit zeugen.
Hier kömmt dann wieder ein anderes Gesetz der nalür» ^lichen Religion beyzuschem Wir könnten noch inehrere an, ^führen: aber, was wir gesager haben, ist schon genüglich, ^
um an den Tag zu legen, daß die Menschen, in ihrem Got, i"
tesdienste und ihren Pflichten gegen Gott, niemals an di« Äeinzige Vorschrift der natürlichen Religion eingeschränkt! w« ^
ren. Laßt uns zum dritten Satze fortschreiten. ^
Vierter Artikel. ^
Von dem Vorzüge der christlichen Religion vor allenübrigen Religionen.
Dritter Satz. ^
Die christliche Religion ist die einzige, welche Gott auf eineArt, die seiner würdig ist, verehren, und Mensche«
bilden kann, die seiner würdig find. !>»>
Dieß ist der größeste Gegenstand, welcher den Aussichtten, den Gedanken, der Verwunderung der Menschen vor» ^
gestellet ^
' 2. D. Moses.
»* Stromat. 5. S