zis Religion,
zu Genügen an die Hand biethen. Wir wollen uns dennochnicht mit diesen befriedigen: und wir gründen uns auf denfolgenden Vernunstschluß.
Wenn, ungeachtet aller Beleuchtungen und Hülfsmittelder natürlichen Religion, die Menschen über die wichtigstenund nothwendigstsn Wahrheiten in der tisfesten Dunkelheitgestecket sind; wenn sie sich allen Gattungen der schändlich»sien Ausschweifungen, die von der Vernunft sechsten zunmeisten verdammet werden, Preis gegeben haben; wenn alleLehren derjenigen, die sie haben an ihre Pflicht zurückweisenwollen, jene Unwissenheit nicht zerstreuen, und jene Aus,schweifungen nicht einhalten konnten: so wird die Unvermö,genheit der natürlichen Religion, um den Menschen in seinerPflicht zu halten, eben dadurch vollkommen erwiesen seyn.
Nun, dieß sind Dinge, welche die Jahrbücher bergan,zen Welt bezeugen, und welche sie uns, bis auf die Stifttung der Religion, die Jesus Christus geoffenbaret und ver-kündiget hat, als allgewöhnlich, herrschend, und allgemeinvorstellen.
Folglich ist die natürliche Religion durchaus unvermö,gend, den Menschen in seiner Pflicht zu halten.
Der Vordersatz der Schlußrede ist unstreitig; seine Rich-tigkeit fällt in die Augen. Wir unternehmen eS hier nicht,die Beweise vom Mittersatze herbeyzubringen: man wird stemit einer großen Umständlichkeit vorgetragen finden, wo wirvon der Offenbarung geredet haben.
Man muß dann nothwendig den Schlußsatz gelten las,sen, und gestehen, daß die natürliche Religion und das Na-turgesetz ungenügltch und unvermögend gewesen, um die Men-schen in ihrer Pflicht zu halten, und daß sie andrer Hülft-
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