Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

Religion. zs-

^ i ordnunq so allgemein? was mag die Ursache davon seyn?

s Hat Gott, der sie zugelassen, der sie gesehen und vorgesehen^ hat, ein Mittel an die Hand gegeben, damit man sich da«vor schützen und bewahren möge?

^ Ueber all dieses lehret uns die natürliche Religion nichts;

' ^ sie saget uns nichts. Sie überläßt den Menschen seiner Un-^ gewißheit, seinen Klagen, seinem Elende: sie beleuchtet und^ tröstet ihn nicht: sie spricht ihm nicht Muth ein. Kein Punkt

> ^ ist wichtiger für ihn , weil dieses einen so starken Einfluß auf

sein zukünftiges Schicksal haben soll; und in keinem Punkteist er zum Unglücke mehr verlassen: folglich zeuget kein Punktbesser von derUngenüglichkeit der natürlichen Religion, theilsum den Schöpfer zu rechtfertigen, theils um das Geschöpf zuleiten, aufzurichten, und zu ermuntern.

Wir hätten uns über die vier Punkte, die wir da vorge,ich« tragen haben, um die Ungenüglichkeit des natürlichen Gese,« Hes zu beweisen, viel weitläufiger herauslassen können. Wir^ hätten weit mehr Verbindungen zeigen können, die wir mitGotte haben, und weit mehr Dienstleistungen, und viele^ andere Pflichten, zu denen wir gegen Gott verbunden sind ,H und worüber uns die natürliche Religion in der Unwissen,

^ heit und Dunkelheit läßt. Wir haben -uns genüget, nur

etliche Züge anzubringen, um die Stärke der ErklärungenU mit der genauesten Kürze zu vereinbaren.

^ Zweyter Beweis.

Die Unvermögenheit der natürlichen Religion, um den^ Menschen in seiner Pflicht zu halten.

^ Es wäre vieleicht nicht vonnöthen, die Beweise unser-^ Satzes weit herzuholen: die Lobredner und vorgeblichen An,^ Hänger der natürlichen Religion könnten uns wohl Beweise

U z r»