zoz Religion,
geseß über Dinge, die für uns von äußerster Wichtigkeit sind M!in einer tiefen Dunkelheit lassen. ..
4. Wie schwer ist die Frage aufzulösen: warum hat der jt,Mensch, da er das Werk eines unendlich weisen und unend. »l Olich heiligen Gottes ist, dennoch so ungeordnete und verderbte ^Neigungen? Wie kömmtS, daß er die Schönheit der Tu,gend so gut erkennt, und dennoch einen so starken Hang zumLaster hat ? Warum findet man, neben jenen Zügen, die Dch
man in ihm antrifft, und die für die Gottheit so würdig sind, ftch!
zugleich so widerstrebende bey ihm? Woher entsteht jener ßß!fortwährende Streit zwischen Vernunft und Leidenschaften? D
Warum muß er so oft, auch mit Seufzen, ausrufen: W
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Lilens sliuä lnsäet: viäeo melior», probogue; liill«,
Oeterlora feguor. y
Ist es die Wirkung eines Lasters, das der menschlichen ^ WNatur anhängt, und von der menschlichen Natur unzcrtrenm h«!lich ist ? Aber dann wird man fragen: wo ist die Weisheit M
des Schöpfers ? Ist es ein Verderbniß, welches am Werke U
Gottes geschehen ist, und die ursprüngliche Ordnung verkeh, Aret hat, die er darein gestiftet hatte ? Aber, wer hätte diese R!Ordnung verkehren, oder das Werk des Allmächtigen verder, j« iben können? Hat man einen Beweis, ein Denkmaal, eine HVersicherung, daß dieses Verderbniß geschehen sey? Noch
einmal: wie schwer ist diese Frage aufzulösen!
Die Vernunft saget uns zwar, daß der Mensch ein freyeSGeschöpf sey, und Laß er seine Freyheit habe misbrauchm ^können; daß er ein fehlbares Geschöpf sey, und daß er habesündigen können. Aber warum kömmt der Mensch mit die,sen verderbten Neigungen auf die Welt ? warum ist die Un- 8«
ordnung ß,
' OvidS verwand?. 7. v.