Religion. . ZQs
^ vor den Ariaen. Aber ich wiederhole es: was für Gesin-nt, nungen har Gott gegen die sündhaften Menschen ?
^ Wird Gott, da er in seiner -Gerechtigkeit, wie in allenftinen übrigen Vollkommenheiten unendlich ist, ihnen ihreSünden vergeben ? ja , wird er ihnen sie vergeben können?U Wie möchte man alsdann die nochwendigen und unadsonder-lichen Rechte der unendlichen Gerechtigkeit mit der Berge-r tz bung der Sünden vergleichen? Hat der Mensch ein Mittel,
G, dieser unendlichen Gerechtigkeit Genügen zu leisten , und soll
ii il, oder kann die unendliche Gerechtigkeit jene Genuglhuungen
s« für die Sünden annehmen ? Finstere Abgründe, unauflösli«
>K che Fragen für den menschlichen Verstand! aber dennoch die
ikj«, wichtigsten Fragen für den Menschen, der beständig der Sün,
ßi, de ausgeseht, beständig zur Sünde geneigt »st! Nichts,
>8» als das Licht der christlichen Religion, kann diesen Abgrund
nz, beleuchten, diese Fragen erklären und auflösen. Die natür-
liche Religion und das Naturgesetz antworten uns nichts dar-auf, und können uns auf all dieses lediglich keine AntwortP geben.
,zm 2 . Die Dienstleistungen. Die Dienstleistungen sind eis^ ne norhWmdige Folge der Verbindungen. Also belehrenuns zwar das Naturgesetz und die natürliche Religion, was^ für Anberhung, Dankbarkeit, und Liebe wir Gotte, als--s dem Urheber unsers DaseynS« und aller Güter, weicher wie, h genießen, schuldig seyn. Aber sind unsere DienstleistungenK lediglich und nsthwendig auf diese Gesinnungen beschränket ?^ Foden Gott nichts weiter ? kann er nichts weiter fodern? ge-^ jiemet rs sich, daß er nichts weiter fodere? Gleichwie er^ die Unterwerfung unssrs Herzens durch die Gebothe des Na-zi» turgescßks fodert, kann er nicht auch die Unterwerfung unser»^ Verstandes durch den Glauben fodern? Kann er uns nicht§ II. Band. U Mahr-