Z04 ' Religion.
Es kömmt also nur darauf an, daß wir die Wahrheit des ^Mittersatzes fühlbar machen; nämlich, daß die natürliche ^Religion uns bcynahe über alle diese Punkte in der tiefesten ^Dunkelheit lasse. Wir wollen jeden ins Besondere wieder ^ausnehmen.
i. Die Verbindungen des Menschen mit Gotte. Wir ^
haben mit Gotte Verbindungen, welche uns die natürliche ^
Religion genug zu erkennen giebt, wie jene sind, die wir ^
als Geschöpfe haben , die vcm seiner Hand erschaffen, W*
mit seinen Wohlrhaten begabet, durch seine Weisheit re»gieret werden: u. s. w. Sie entdecket uns zwar seineEwigkeit, seine Allmacht, seine Güte, seine Freygebigkeit, ^
ferne unendlichen Einsichten und Kenntnisse, seine Liebe zur ETugend, die er belohuer, seinen Abscheu vor dem Laster, K Mdas er strafet: und dadurch stellet sie uns ihn als einen Ge» »li ^genstand vor, der unsre Anbethung, unsre Ehrerbiethung, iAi!unsre Furcht, unsre Liebe verdienet. W!
Aber es sind Punkte, derer Erkenntniß für uns auch von Gder äußersten Wichtigkeit ist, und von Lenen sie uns nichts , O»>
saget, und nichts sagen kann: ich meyne die Verbindungen r.
d.r sündhaften Menschen mit Gone, und die Gesinnungen ««
Gottes gegen die sündhaften Menschen.
Denn der Mensch kann Gotte misfallen; er kann Hand, ßi ?!lungm verrichten, die Gott misbilliget nnd verdammet; wieda sind: Ungerechtigkeiten, Diebstahle, Rachbegierde, Uu» Wtreue, barbarische, grausame, unmenschliche Thaten. Al» ^>z>les dieses wird von der Vernunft verdammet und misbilliget; ^ stß,
folglich wird es auch von Gotte verdammet und misbilliget, k,welcher der Urheber der Vernunft ist. Es können also die iiis
Menschen sündhaft und lasterhaft vor Gokle seyn. Nie» d»z
maad zweifelt daran: man har allzu viele Beweise davon
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