Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
302
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zoL Religion.

Wir, da wir uns an die Meymrng des größestell ausden römischen Philosophen hatten, wir sagen: Das natürlicheGesetz ist jenes Licht, welches uns Gott verliehen hat, umunsre ersten Pflichten und die ersten Grundwahrheiten zuerkennen, und zu unterfä-ciden, was gerecht oder nichtgerecht sey. ^ Oder: es ist jene Vernunft, die allen Mensch,lichen Gesehen vorgeht, und wodurch wir erkennen, wasGott von unsfodere, was ec une gebiethe, oder verbuche.^ Ita principem UZem illam Lc uitimnm, qusmOukumuno Aeneri ciecierunt, mentem eile ciicebuntom-nia ratione coZentis sut vetantis Oei.

Dieses Gesetz ist dann unendlich ehrwürdig; es ist durch,aus nochwmdrg; es soll der erste Grund aller Gesehe und abler Religionen seyn, die ein vernünftiger Mensch zulassenkann. Uns die ersten Pflichten, die es Uns aufiegel, unddis zunr wenigsten nachgelassen werden können, sind jene,wie gleich darauf eben derselbe Philosoph beyseßet, zu wel,chen wir gegen die Gottheit verbunden sind. Dieß habenunsre Philosophen, ob sie gleich Christen von Abkunst sind,niemals so gut zu erklären gewußt, als heydnische Philo-sophen.

Wir erkennen dann die Heiligkeit, die Wahrheit, unddie Norhwendigkeit des Naturgesetzes und der natürlichen Rerligron. Aber wir gehen weiter, und erweisen ihre Ungcnüg-lichkeit mir der größesten Klarheit. Die Mittel der Erweirsnnam sind: i. die tiefe Dunkelheit, in welcher uns die nartürüche Religion über sehr viele Wahrheiten läßt, derer Er»kennmiß für uns von der äußersten Wichtigkeit ist: 2. dieUnvermögenheit dieser Religion, um die Ausschweifungen desMeilscheu einzuhallen. Wir ziehen den ersten Theil des Be-weises

" Cie. von den Gesetz, s. B. * * Edend.