zoo Migisii.
er sie nicht mehr anders, als für Hindernisse seine- eigenen
Vortheils ansehen darf.
Da die Abhängigkeit seinem Glücke zuwider ist; - dennman hat nichts lieber als die Freyheit; — wird er in dieserAbhängigkeit nur so lange bleiben, bis er sie wird abwer-fen können.
Die Rechte des Nächsten werden jenem nothwendlgerMeise unbekannt seyn, der glaubet, er dörfe und müsse allt-auf sich selbsten beziehen.
Endlich die Vernunft, deren sich die Gottlosen bedienenkönnten, um die Ungereimtheit ihrer Gesinnungen zu verhül-len, kann von keiner Wirksamkeit seyn: dmn, da die Vernunftnur ein Licht ist, welches uns unsere Pflichten, die Gerech-tigkeit, und die Tugenden zu erkennen giebt; was wird dieseVernunft einem Menschen sagen mögen, der keine andernPflichten, keine andre Gerechtigkeit, keine andern Tugendenkeunr, als seinen persönlichen Vorchell?
Me diese Anmerkungen sind eben so viele überzeugendeBeweise, daß unter Leuten, die das Bekenn^niß machten,sie haben kerne Religion, keine wahre, sichere, und bestän-dige Gesellschaft bestehen könnte. Man beut allen Philoso-phen Trotz, sammt ihren großen Sprüchen, und ihrem macht-vollen und entscheidenden Tone, auf diese Anmerkungen undBeweise etwas vernünftiges zu antworten. Sobald einMensch keine Religion hat, wird er nokhwendig allezeit allesauf sich selbst beziehen, weil sein persönlicher Vorcheil seineinziger Endzweck ist. Sobald er alles auf sich selbst bezieht,ka.m die Gesellschaft von ihm nicht« mehr erwarten; ja, siehak von ihm alles zu fürchten: und wenn er ihr nicht schädli-che Streiche spielet, so ist es deßhalben, weil eö ihm a« derGelegenheit, oder an den Mitteln gebricht. Es ist al>o mehr