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2 (1777) M - Z
Entstehung
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297
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Religion. 297

Gedanken, der ihm bey dieser Erforschung einfallen wird, istdieser: Ich bin dal doch nur aus Wohlkhar eines andern bin ich da. Weder ich, noch meines Gleichen haben si h das Daseyn geben können. Ich genieße es nur mir der größesten Abhängigkeit, und gleichsam auf Borge: Jener,

der eS mir gegeben hat, muß mir es jeden Augenblick er.

halten; außerdem würde ich in den Zustand zurücksallen,

in welchem ich war, eh ich aus die Welk kam.

Dafern er fortfährt, sein eigenes Wesen zu erforschen,wird er in Hm verschiedene Kräfte: Verstand, Vernunft,Freyheit, Gefühl, die Macht Gegenstände zu unterscheiden,zu beurtherlen, zu wählen , sich zu entschließen, antrrffm ;und er wird begreifen, daß er diese Kräfte nicht allein fürEigenschaften seiner Nat-ur, sondern für kostbare Geschenke,womit ihn der Schöpfer begabet und begünstiget har, ar.se-hen soll. Der Anblick der Güter, welche dieses Weltall insich emschließt, worüber er zu schalten hat, und die er gerne,ßen kann, machet ihm die Freygebrgkeit.und rührendste Sorg,fall von eben demselben Schöpfer bekannt.

Dann kann er sich nicht entbrechen, die nothwendigsVerbindungen zu fühlen, die er mit seinem Gotte hat, nndihn für seinen Schöpfer, seinen Herrn, seinen Wohlrhäter,seinen wahren Vater zu erkennen. Aber da er Gort für seinenSchöpfer erkennt, gesteht er eben dadurch, daß er ihm An-bethung und Ehrerbiethung schuldig ist: da er ihn für sei,neu Herrn erkennt, gesteht er seine Abhängigkeit, die Pflichtseiner Unterwerfung, und das Recht ein, welches Gott hat,dem Menschen Pflichten aufzulegen: da er ihn für seinenWohlrhäter und Vater erkennt, gesteht er, daß er sich vonder Ehrfurcht, Dankbarkeit, und Liebe nicht mehr aus,nehmen kann.

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Nun