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2 (1777) M - Z
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296 Religion,

lieben, soll dann von uns allein auf ihn gerichtet werden, da»mit wir den Endzweck unsrer Schöpfung erfüllen. Wic sol,len erkennen, daß wir diese Kräfte nicht billiger und schick»,cher nach den Absichten Gottes gebrauchen mögen, als wennwir uns befleißen ihn zu erkennen, weil er die höchste Wahr,heit und der Ursprung aller Wahrheit ist, und wenn wir ihnlieben, weil er die unendliche Güte, und der billigste, noch«wendigste, und würdigste Gegenstand unsrer Liebe ist.

Endlich, wenn Gott die höchste Wahrheit, die unbe,greifliche Schönheit, die unendliche Güte ist, ist eg nichteine unumgängliche Nothwendigkeit, daß ihm Geschöpft,die ihm alles zu danken haben, alle Dienste der Anbsrhugg,der Dankbarkeit, und Liebe leisten, zu denen sie fähig sind,und folglich, daß sie eine Religion haben ?

Der Begriff von Gotte ist dann nothwendig mit -einBegriffe der Religion verbunden, und stellet uns die Nokh,Wendigkeit einer Religion, als eine unumstößliche Wahrheitvor.

Beweis der zweyten Abtheilung.

Die Nothwendigkeit einer Aeligion wird durch den Be-griff bewiesen, den wir vom Menschen haben.

In der ersten Abtheilung des Beweises haben wir den Men»schen seinen Verstand, seine Vernunft, den Eindruck, welchendas Schauwunder des Weltalls auf ihn machet, zu Ratheziehen heißen , damit er einen Begriff von Gotte fasse: undwir haben beygefthet, er werde sehen, daß der Begriff vonGotte mit dem Begriffe der Religion nochwendig verbundenfty. Hier heißen wir ihn nur in sich selbst kehren; so wirdec in seiner eigenen Natur die rührendsten Beweise von derNothwendigkeit einer Religion amreffen. Denn der erste

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