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Religion. 29 §
^ vernünftig zu schließe», weiß, »emals zu sagen sich gerraucn,tzz ^ ^ siy nicht vonnörhen, eine Religion zu haben? Ist nicht
^ der Begriff von einem höchsten Wesen, von einem göttli.-
ktz che» Schöpfer, mit dem Begriffe der Religion nothrverwigH und wesentlich verbunden?
Wer immer das Daseyn eines Gottes läugnet, kannnur für einen Tollkepfangesehen werden. Aber wer das Da-n* seyn eines Gottes erkennt, und die Nothwendigkeit einer Re«^ ^ ligion läugnet, den soll »nan als einen abscheuwürdigen Men-^ scheu bmachten.
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Es läßt sich noch ein anderer Beweis aus dem Begrifffe von Gotte ziehen. Wenn wir jenen Begriff vom höchstenWesen noch gründlicher erforschen, werden wir erstlich fin-den, daß es nokhwendiger Weise unendlich ist. Denn derBegriff von «nein Gotte, der in seinen Vollkommenheitenund seinen Eigenschaften beschränket; das ist, der in seinenVollkommenheiten und seinen Eigenschaften nicht unendlichwäre, kann von keinem gesundest und vernünftigen Verstän-de angenommen werden. Man fühlet, daß dieß widerspre,chend wäre. Nun, ein unendliches Wesen kann nur nach ei-nein Endzwecke handeln, der seiner würdig ist. Nichts istseiner würdig, als das unendliche Wesen sechsten. Es hatsich keinen andern Endzweck vorsetzen können, da es die Geschöpfe aus dem Nichts hervorzog. Folglich hat es für sichselbst erschaffen, was es immer erschaffen hat. Jede andereAbsicht wäre zu gering gewesen, und hätte seiner unendlichenWeisheit nicht entsprochen.
Es har uns also Gott nur um seinetwillen erschaffen,und uns den Verstand, die Freyheit, die Kraft zu liebengegeben. Dieser Verstand, diese Freyheit, diese Kraft zu
T 4 lieben.
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