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2 (1777) M - Z
Entstehung
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294
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294 Religion,

gm aus den wunderbaren Schauplatz, den ihm dieses Welt-all vorstellet; er beschaue seine H rrlichkeit und Einstimmung;er bemerke die Mannigfaltigkeit der Güter, womit cs bega,bet ist; er denke, daß dieses so prächtige Werk seinen Schö-pfer nichts kostet, als einen Wink seines Willenswas fürerhabene Begriffe wird er sich dann von der Hoheit, Macht,Weisheit, und Freygeblgkeit des Erschaffers nicht bilden?Wie groß werden die Entzückungen und die Triebe seinerDankbarkeit gegen dieses höchste Wesen sinn, wann dasStaunen und die Begeisterung all? Empfindungen fernesHerzens einnimmt? Mit welchem Eifer und Feuer wird ersein Lob und seine Wohlthaten besingen? Wird ihm nichtdre vollkommenste Huldigung des Gemüths und Herzens dieerste und billigste aus allen Pflichten scheinen ? Wird er sichentbrechen können, die Gesinnungen eines Menschen, derbehaupten wollte, daß man diesem so mächtigen, so herrli-chen, so freygebigen Schöpfer, weder Dienst noch Huldigung,weder Dankbarkeit noch Liebe schuldig sey, ich sage nicht,für eine unnatürliche Undankbarkeit, sondern für eine uner-trägliche Ungereimtheit anzusehen?

Ich fodere die ganze Philosophie und Freydmkerey, mitallen ihren Umschweifen und ihren arglistigsten Trugschlüssen,heraus, diese so einfachen Begriffe zu verdunkeln, dieses sonatürliche Gefühl zu schwächen, diese so augenscheinlichenund wichtigen Wahrheiten umzustürzen.

Nun, machen nicht jener Gottesdienst, jene Huldigung,jene Dankbarkeit, jene Liebe, welche so billig, sonochwen-dig, so unerläßlich sind, die Wesenheit der Religion aus?sind sie nicht der Geist und die heiligste Ausübung der Reli-gion? Wird ein Mensch, der zu denken, zu urrheilen,» . vev

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