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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
293
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Religion. rsz

Ztveyter Artikel.

Von der Notwendigkeit der Religion.Erster Satz.

Die erste und wesenrlichste Verbindlichkeit des Menschen ist,eine Religion zu haben.

Ehe wir unfern Satz beweisen, wollen wir die Anmer-kung machen, daß unter denen, die sich darauf verlegen,vernünftig zu schließen, heut zu Tage keiner ist, der sich zusagen getrauet, oie Welt fey von sich selbst und ohngefähcentstanden ; oder, der das lächerliche Lehrgebäude von denAromen Lpikurs annimmr; oder, der das Daseyn einesGottes läugnet. Man kann sein Daseyn nicht mehr laug«nen, daftrn man für vernünftig gehalten werden will.

Wir sehen also das Daseyn eines Gottes, eines Schö«pftrs, als eine bewiesene Sache voraus, * welche Niemandanzustreiten sich erkühnen wird; und wir schreiten ungesäumtzum Beweise des Satzes, den wir auf folgende Art vortragen:

Die Nolhwendigkeit einer Religion wird unumstößlicherwiesen:

1. Durch den Begriffnen wir vomhöchsten Wesen haben;

2. Durch den Begriff, den wir vom Menschen haben;

Z. Durch den Begriff, den wir uns von der Gesell«schafl machen sollen.

Beweis der ersten Abteilung.

Die Nothwendigkeit einer Religion wird durch den Be«griff bewiesen, den wir vom höchsten Wesen haben.

Es ziehe ein Mensch, in einer stillen und ungestörtenBetrachtung, seine Vernunft zu Rathe; er werfe die Au,

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* 2m Artikel : Acheist.