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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
290
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2tzv Religion,

den, ein Gegenstand, der groß genug ist, daß es dem Men. Klschen daran gelegen seyn solle?

Kann die Nachläßigkeir, die Unbekümmerniß, oder das MVorurrheil in diesem Stücke eine Entschuldigung leiden? odersoll man es für Verbrechen arischen ? - D

Dieß ist alles, was die Klugheit antworten kann;

* (^ui iiabetsuresauciiencii. -mächt. ^

Fünfte Frage.

Wie soll man in der Untersuchung und Lehrübungder Religion zu Werke gehen? ^

Man soll mir Grundsähen dareinqehen, die eine redlicheSeele, und ein Herz, das von Leidenschaften frey ist, eingeben.

Wir sagen erstlich : eine redliche Seele; das ist, eineSeele, welche die Wahrheit aufrichtig suchet, und nrcht fürch-tet , sie zu finden; welche in den ächten Quellen schöpfet,Beweise verlanget, sich nicht betäuben läßt, und nicht nachlärmenden Worten ihren Entschluß fasset.

Wir sagen nachmals: ein Herz, das von Leidenschaf-ten frcy ist; das ist, ein Herz, das bittere Wahrheiten nichtscheuet, welche demüthigen, einschränken, und bessern; einHerz, bas bereit ist, eher die Hoffart, das Vergnügen, dieNeigung zur Unabhängigkeit der Religion , als die Religionder Hoffart, dem Vergnügen, der Neigung zur Unabhän-gigkeit aufzuopfern; endlich ein Herz, das sich dahin herz-haft entschließt, woran ihm zum meisten gelegen ist.

Sechste Frage.

Ist jeder Mensch verbunden, sieb in der Religion ;«belehren, und sie zu untersuchen?

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