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Evangelische Räthe. 277
dich dein Aug ärgert, saget er, reiß es heraus, und wirfes weil von dir; wenn dich deine Hand ärgert, hausteab, und wirf sie weg von dir; ^ wenn dich dein Fuß är-gert , hau ihn alsobaid ab: denn man kann das Himmel-reich niemals zu theuer kaufen.
Das Evangelium trägt noch sehr viele andere Grundsätzevon gleicher Art vor, wie jene, die wir itzt ungezogen ha-ben : bald von der Gleichgültigkeit, welche die großen Seelenzu den irdischen Dingen haben sollen, da sie betrachten, wasim Himmel ihrer wartet; bald von der Herzhaftigkeit, wo-mit sie sich der Sorgfalt der Vorsehung ergeben sollen; hiervon der liebreichen Offenherzigkeit, die man im Umgängedes Lebens zeigen soll; dort von der Freude, womit man dieVerfolgungen der Bösen übertragen soll. Aber, was wir her-beyzebracht haben, genüget schon, um von der erhabenenWeisheit dieser göttlichen Räthe ein Urtheil zu fällen.
§. II.
Die evangelischen Räthe sind einer Religion würdig, dieso, wie die Religion Jesu Christi, beschaffen ist.
Wenn man den Herren Philosophen den Auftrag gäbe,einen Entwurf von einer Religion zu machen, die wahr-haftig würdig für Gott, und tauglich seyn sollte, seine un-endlichen Vollkommenheiten durch die reinrsten Dienstleistun-gen , und die großmüthigsien Tugenden zu ehren, welche diegroßen Seelen zum Besten auszeichnen möchten; so ist essehr wahrscheinlich, daß sie unter diese Tugenden weder dieSittsamkeit, noch die Demuch, noch die Keuschheit, nochdie Enthaltsamkeit, noch die Entfernung von allem, was den
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* Mark. IX.
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