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2 (1777) M - Z
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274 Evangelische Räthe.

Leidenschaften, über alles, was natürlicher Weift zu schmäu,cheln fähig ist, emporhebt; welche der Seele Much machet,aus Liebe, für die Ehre, und zur Erhaltung der Tugendauch die beschwerlichsten Dinge zu unternehmen, die große,sten Arbeiten und Bemühungen auszustehen, die heldenmä,ßigsten und großmüchigsten Opfer zu verrichten: jene mit ei-nem Worte, die sich nicht genügen läßt, das, was vorge,^ schrieben ist, als eine Pflicht zu betrachten; sondern, die ables, was immer recht vollkommen ist, so ansieht, als wenn«S vorgeschrieben wäre.

Nun diese schöne Tugend, wie wir sie verstellen, ist ei-gentlich dieftlbige, welche Jesus Christus durch die evangeli-schen Räche lehret, wozu er die großmüthigstett Seelen ein-lädt; jene Seelen, die er bestimmet, der Welt rührendereBeyspiele zu geben, oder für die Religion größere Dingezu verrichten. Dieses werden wir aus den Worten des gött-lichen Gesetzgebers selbsten sehen.

* Ein Jüngling, welcher alle Pflichten der Religion ge-treulich erfüllet hatte, fragte Jesum Christum, was er thunsollte, damit er sich des ewigen Lebens versicherte. Haltdie Geboche, gab chm Jesus zur Antwort.Das habe ichallezeit gechan, fuhr der Jüngling fort: fehlet mir noch et-was weiter ? wenn du vollkommen seyn willst, sprachalsdann der Erlöser, so geh hin; verkaufe alles, was dubesitzest; gieb es den Armen; so wirst du einen Schatz in»Himmel haben: dann komm, und folge mir nach Hiersind die Schuldigkeit und die Vollkommenheit wohl von ein-ander unterschieden. Die Schuldigkeit geht alle Menschenan, und hat die Geboche zum Gegenstände: die Vollkom-menheit kömmt nur etlichen Seelen zu, und leitet zu einer

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