Der Prediger.
HI.
Man bat cs mit dem Prediger gemachet, wie mitvielen andern Dingen, die noch weit widersinnischer sind.Sie wurden in den Zeiten der Unwissenheit eingeführct,und man ist, der Vernunft zum Trotze, gezwungen,sie bey aufgeklärtem Zeiten zu vertheidigen, und ihre Umgereimtheit, oder ihre Abscheulichkeit, durch Gletchnißr«den zu verkleistern.
Wohl eine gebiethrische und entscheidende Sprache! Undwer nimmt sie an? Ein Mensch, welcher nicht die geringsteKenntnis; von der Sprache der Bibel hat; welcher in erlichenAuszügen von Baylen und Spinoza Einwürfe aufliest, dieer mit einigen Spöktereyen würzet; welcher sich beständigwiderspricht; und welcher noch die Leser verhöhnet, die ihnbewundern.
Der Verfasser von der gottlosen Scharteke, welche dieAufschrift hat: Rurzer Inhalt des Predigers, wird sonderZweifel dem Verfasser des philosophischen Handlexikons,und dieser dem Verfasser des kurzen Inhalts, seinen Beyfallgeben. Ihre Dmkeneart ist so ähnlich, daß man, ohneScheue sich zu irren, sagen darf: Sie sind beyde nurEin Mann.
XXXVI.